Keiner darf verloren gehen

 

Unser Motto für 2015

„Keiner darf verloren gehen“

Nach belastbaren Studien des/der
ISG - Institut für Sozialforschung Köln - Marco Puxi
Humboldt – Universität Berlin - Prof. Dr. Hans Bertram
Landesjugendamt Baden-Württemberg – Dr. Ulrich Bürger,
verfügen 20-30 % der Jugendlichen nicht über ausreichende Widerstandsfähigkeiten, mit denen sie alltägliche Aufgaben und Probleme erkennen und lösen können.
Dieser Mangel an Resilienz – den s.g. Schlüsselqualifikationen – zeigen deutlich den Bedarf an Fähigkeiten und Fertigkeiten, die für ein selbstbestimmtes Leben als Erwachsene unverzichtbar sind.
Für das System zur Entwicklung Heranwachsender beschreibt, regelt und trennt das SozialGesetzBuch VIII deutlich den Bereich der Elternverantwortung und Aufgaben der Jugendhilfe.
Wenn aber bei jungen Menschen das eigene Potenzial nicht ausgebildet ist, fehlen Wurzeln, die später weder per Auftrag, Maßnahme noch durch Anreiz nachwachsen.
Neben dem akuten Bedarf an Hilfe, die in unsere Gesellschaft in vielen Lebenslagen, von Geburt an, über die Schule, bis hin zur Lehrstellenvermittlung erbracht werden müssen – überwiegend auch von Ehrenamtlichen –, dürfen wir nicht übersehen, dass
heute 28% der Erwerbsfähigen ganz oder teilweise von staatlichen Leistungen leben.
Dass die Inanspruchnahme der Jugendämter überproportional steigt ist besser zu verstehen, wenn die Auswirkungen des demografischen Wandels im Zusammen-hang mit den Veränderungen in den sozialen Strukturen betrachtet werden.
Wir leben länger, die Geburtenrate sinkt seit 30 Jahren und hält sich auf einem niedrigen Niveau und die Anzahl der Erwerbsfähigen nimmt ab.
Gleichzeitig wurden aber die Auswirkungen der veränderten Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen - Rückgang der Ursprungsfamilien, Zunahme der Alleinerziehenden und der Stiefelternkonstellation - unterschätzt.
Wissenschaftlich zwischenzeitlich bewiesen ist, dass sich nachhaltig notwendige positive Veränderungen nur über Beziehungen ergeben.
Damit ist das „Bürgerschaftliche Engagement“, das Projekt Schülercoaching nach dem „Cadolzburger Modell“ in Bayern eine Lösung und einzigartig in der Methode.
Die Wegbegleitung im Tandem über drei Jahre auf der Beziehungsebne entspricht den Bedürfnissen und so ergänzt ein Schülercoach freiwillig das soziale Umfeld.
Für dieses mehrfach ausgezeichnete gesellschaftliche Engagement werben wir.